Interview

 

 

Interview mit den beiden Organisatoren und Veranstaltern der Alpirace Trophy 2018: 

Wolfgang Petz und Iris Mauderer im Gespräch mit Dr. Daniela Janusch

 

D.J.: Iris, Du organisierst und veranstaltest mit der Firma MPM Mediaservice das ALPIRACE, The World Sleddog Trophy. Was hat Dich bewogen, den Klassiker nach 10 Jahren wieder aufleben zu lassen?

 

I.M.: In den vergangenen Jahren haben wir erfolgreich die Sponsoring- und Medienvermarktung für internationale Schlittenhunde Events - unter anderem im vergangenen Jahr die WSA EM in Inzell - durchgeführt. Während der Veranstaltungen wurden wir sowohl von Sponsoren als auch Sportlern immer wieder auf eine Fortsetzung der ALPIRACE Trophy angesprochen.

 

D.J.: Wie ist der aktuelle Status beim ALPIRACE?

 

W.P.: Nachdem wir seit dem letzten Sommer mit diversen potentiellen Rennorten verhandelt haben, ist die Entscheidung jetzt für Mauterndorf in den Salzburger Alpen und Millegrobbe im Trentino in Italien gefallen.

 

D.J.: Was waren die ausschlaggebenden Argumente für diese beiden Rennorte?

 

I.M.: Für das ALPIRACE hatten wir verschiedene Anspruchsprofile, die wir an die möglichen Rennorte gestellt haben: Zum einen sollten sie bereits Erfahrungen mit internationalen Schlittenhunde-Sportveranstaltungen haben und andererseits von der Höhenlage möglichst schneesicher sein.

 

D.J.: Ist deshalb kein deutscher Rennort berücksichtigt worden?

 

W.P.: Das kann man so pauschal nicht sagen. Richtig ist, dass es in Deutschland nur wenige Rennorte gibt, die von der Lage die magische 1.000 m Höhenlage erreichen. Mit einem haben wir abschlußfertig verhandelt und für 2019 bereits den Fuß in die Tür gestellt.

 

D.J.: Welche Erwartungshaltung haben Eure Sponsoren an die ALPIRACE Rennorte?

 

W.P.: Genau wie die Spitzensportler auch legen die Sponsoren insbesondere auf eine möglichst schneesichere Höhenlage wert. Das allein aus dem Grund, das ihre Investments für die Unterstützung der Veranstaltungen auf möglichst gesicherter Grundlage stehen. Andererseits wünschen sie sich für ihre Geschäftsfreunde, die sie im Hospitility Service gediegen in Hotels unterbringen möchten, ein attraktives touristisches Angebot.

 

D.J.: Ist es nicht unglücklich, dass zwei Etappenrennen gleichzeitig stattfinden?

 

W.P.: Wir haben den ALPIRACE Termin bereits im Frühsommer festgelegt - und dabei den Vorjahrestermin des Etappenrennens in den Mittelgebirgen berücksichtigt, das ALPIRACE danach terminiert. Als wir auf dem VDSV Verbandskongress unsere Daten bekannt gaben, erfuhren wir erstmals, dass der Termin für das Rennen in den neuen Bundesländern um eine Woche nach hinten verlegt wurde. Trotz aller Bemühungen, den ALPIRACE Termin zu verschieben, scheiterte das an den vollen Terminplänen unserer Partner-Tourismusverbänden.

 

D.J.: Wie sieht das bisherige Starterfeld für das ALPIRACE aus?

 

I.M.: Zahlreiche Sportler aus der europäischen Spitzenklasse wie beispielsweise Rudi Ropertz, Detlef Oyen, Mateusz Surowka, Stefan Donker haben sich beim ALPIRACE angemeldet. Aber auch die Musherlegenden Horst Maas oder unser langjähriger ehemaliger VDSV Präsident Dr. Jürgen Lüber sind mit dabei.

 

D.J.: Ist das ALPIRACE hauptsächlich mit deutschen Startern besetzt oder gibt es - wie früher - eine internationale Beteiligung?

 

I.M.: Traditionsgemäß sind es die Spitzenleute, die gemeldet haben. Sie kommen aus mehreren europäischen Ländern - unter anderem aus Finnland oder Süd- und Osteuropa. Zur Zeit sind sieben Nationen am Start, wobei aus fünf weiteren Nationen Musher ihr Interesse am ALPIARCE bekundet haben.

 

D.J.: Einige der Musher, die erwähnt wurde, sind gleichzeitig auf Teilnehmerlisten parallel stattfindender Veranstaltungen aufgeführt. Wo werden sie tatsächlich starten?

 

W.P.: Doppelmeldungen entsprechen dem mittlerweile allgemein praktizierten Prozedere - so haben die Sportler für den Fall, dass ein Rennen wegen Schneemangels abgesagt wird, eine Alternative. Das ist verständlich und für uns auch absolut ok.

 

D.J.: Beim Thema "Schneesicherheit" sollte das ALPIRACE doch eindeutig punkten.

 

I.M.: Das ist zwar richtig, aber auf Grund der höchst unterschiedlichen klimatischen Bedingungen kann theoretisch auch ein wesentlich höher gelegener Rennort mal unter Schneemangel leiden.

 

 

D.J.: Da Musher meist zwei alternative Rennorte buchen, wäre es ja denkbar, dass kurzfristig vor dem ALPIRACE noch eine Flut von Meldungen eingeht. Wie geht Ihr damit um?

 

I.M.: In Anbetracht der Tatsache, dass neben den uns vorliegenden Anmeldungen zum ALPIRACE unsere italienischen Freunde aus dem F.I.M.S.S. ein Kontingent beanspruchen, für das täglich weitere internationale Meldungen eingehen, kann es schwierig werden, zusätzliche Sportler unterzubringen. Zumal wir auch nur eine begrenzte Anzahl von Startnummern geordert haben. Daraus resultiert, dass Teilnehmer, die sich nicht rechtzeitig in den nächsten Tagen anmelden, im Starterfeld kaum mehr unterzubringen sind.

 

D.J.: Wäre es denn nicht sinnvoll, das Starterfeld rechtzeitig zu erhöhen? Die Start- und Meldegelder tragen doch bei Schlittenhunderennen erheblich zur Finanzierung der Veranstaltungen bei.

 

W.P.: Das gilt für die meisten Schlittenhunderennen, ist beim ALPIRACE jedoch ganz anders gelagert: Mit einem Start- und Meldegeld von nur 149,- € sind wir hier unvergleichbar günstig. Das ist nur möglich, weil wir die Sponsoring-Investitionen unserer Kooperationspartner an die ALPIRACE Teilnehmer weitergeben - und den Betrag von 149,- € mit rund 100,- € durch die Industrie subventionieren lassen. Das heißt aber auch, dass wir bei einer Erhöhung des Starterkontingents die Sponsorings unserer Industriepartner auf mehr Teilnehmer umlegen müssten und somit mit steigender Teilnehmerzahl sich die Start- und Meldegebühren erhöhen würden.

 

D.J.: Das ALPIRACE war ja immer für seine besonderen Musherabende mit hervorragender Gastronomie bekannt. Wie lässt sich das mit der geringen Start- und Meldegebühr vereinbaren?

 

I.M.: Hier kommen verschiedene positive Faktoren zusammen: Einerseits sind die beiden Tourismusverbände in Mauterndorf und Millegrobbe starke Partner, die das ALPIRACE in diesem Bereich unterstützen. Das gilt auch für unsere Sponsoren - vor allem für Happy Dog, Limnea BestCare sowie Greenheart Premiums, vertreten durch unseren Sportfreund Frans Weisscher. 

 

D.J.: Es gibt das Gerücht, dass die Teilnehmer zum Musherabend in Mauterndorf mit der Gondelbahn auf 2.000 m Höhe zum Bergrestaurant Panoramaalm kostenlos hochgefahren werden.

 

I.M.: Das stimmt! Dafür müssen wir uns beim Tourismusverband Mauterndorf bedanken. Auf der Speisekarte steht übrigens ein Fleischfondue. In Millegrobbe finden gleich zwei Abende mit Musheressen statt. Darüber hinaus lädt unser Sponsor Greenheart Premiums zum Holländischen Abend mit einem Imbiss am Lagerfeuer auf dem Stake Out ein.

 

D.J.: An den Ruhetagen während des ALPIRACE sind verschiedene Seminare geplant.

 

I.M.: Es wird ein Ernährungsseminar mit dem Diplom Biologen Andreas Heisig vom Limnea Institut geben. Er ist einer der Sponsoren des Events und entwickelt seit vielen Jahren Hundenahrung. Er hat bereits beim COLOGNE MEDIA CUP einen kurzen Vortrag gehalten, der von zahlreichen Spitzenmushern besucht wurde. Auf Grund der enormen Nachfrage steht er auch beim ALPIRACE zu Verfügung. Weitere Fachvorträge sind angedacht - dazu werden wir in Kürze weitere Details bekannt geben.

 

D.J.: Medienplatzierungen Eurer Events weisen immer beeindruckende Werte auf - gibt es auch im Bereich "PR" Innovationen?

 

W.P.: Neben der allgemeinen Vermarktung des Events konzentrieren wir uns zunehmend auf die individuelle Betreuung der Musher - und das international sowie national, aber auch in Kooperation mit den regionalen Medien im Einzugsgebiet der Sportler. Hierbei greifen wir auf eine der besten Mediendatenbanken der Welt zurück - können aus 747.000 Adressen aus  TV-, Radio-, Online- und Printmedien den zuständigen Ansprechpartnern ermitteln und mit ihm direkt Kontakt aufnehmen. Damit sind wir in der Lage, selbst eine Tageszeitung, die auf Toilettenpapier gedruckt wird, an jedem Standort in Europa zu berücksichtigen.

 

D.J.: Eine gute Medienpräsenz ist für die Wahrnehmung des ALPIRACE sowie seine Etablierung als regelmäßiges Event entscheidend. 

 

I.M.: Unbedingt - aber im gleichen Maß profitieren natürlich auch die Sportler davon, wenn nicht sogar noch mehr. Eine gute Medienpräsenz ist immer die beste Grundlage um neue und weitere Sponsoren für das eigene Schlittenhundeteam zu akquirieren. Tatsächlich greift hier die Faustregel „Wer die Medien hat, hat auch die Sponsoren“!

 

D.J.: Vielen Dank für die ersten Infos - wir freuen uns auf weitere Details.

 

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